Unsere Berufsschule engagiert sich für Nachhaltigkeit und globales Lernen

Vielfältige Projekte und Kooperationen sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil an der BS15. Eine Kollegengruppe hat sich im Rahmen eines Umsetzungsprojektes zum Ziel gesetzt, die Bildungskonzepte „Nachhaltigkeit und Globales Lernen“ künftig systematisch und strukturell in alle Lernbereiche einzubringen.

„Gesundheit und Ernährung“, “ HIV/Aids“ oder „Kulturelle Thementage“ – dies sind Projekte, an denen künftig verstärkt angeknüpft werden soll. Auch die langjährig bestehenden Partnerschaften mit dem College of Nursing and Health Studies an der Robert Morris University in Chicago und einer Schule zur Ausbildung von Krankenschwestern und Pflegern in Mosambik werden weiterentwickelt.

Die globale Lernpartnerschaft mit der Gesundheitsschule in Inhambane/Mosambik entstand in Kooperation mit der G6 (Berufliche Schule Holz, Farbe, Textil). Mit einem Umsetzungsprojekt wird die Kooperation mit der G6 nun erweitert. Im engen Austausch arbeiten die Projektgruppen beider Schulen an der curricularen Einbindung von BNE/GL in den Berufsschulunterricht.

BS15 Projektgruppe Globales Lernen

Die Konzepte

Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen sind zwei Bildungskonzepte, die nebeneinander existieren und ähnliche Themenfelder zum Inhalt haben. Beide Konzepte verstehen sich als pädagogische Antwort auf Globalisierungsprozesse und wollen zu Weltoffenheit und Empathie erziehen. Die Bildungskonzepte sind inhaltlich und methodisch ganzheitlich orientiert: es werden fächerübergreifend Wissensinhalte und Kompetenzen vermittelt.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Kompetenzen müssen wir heute erwerben um die globale Herausforderung von morgen zu meistern? Allgemein gesagt geht es um den Erwerb von Schlüsselkompetenzen die dazu befähigen in verantwortlicher und solidarischer und nachhaltiger Weise als Weltbürger zu leben.

Doch wann ist eine Maßnahme „nachhaltig“? Der inflationäre Gebrauch dieses Begriffes macht eine kritische Prüfung erforderlich. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und gemeint war:  Man solle nur so viele Bäume schlagen wie man aufforsten kann.

Allgemein sagt man heute: Eine Maßnahme ist nachhaltig, wenn sie enkeltauglich ist, also der Enkelgeneration einen lebenswerten und ökologisch gesunden Planeten bewahrt.

Orientierungsrahmen

Nach der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)” haben sich die Staaten der UN verpflichtet, diese Konzepte in allen Bildungsbereichen zu stärken. Die Bedeutung wurde im vergangenen Jahrzehnt erkannt und damit nahm auch die systematische Verankerung zu. Jetzt ist es das erklärte Ziel, das Thema in Bildungsplänen zu verankern und Lücken zu schließen – wie beispielsweise in der beruflichen Bildung.

Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung – gerade im Juni 2015 neu aufgelegt – beschreibt Beispiele wie globales Lernen auch in der beruflichen Bildung umgesetzt werden kann.

Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen an der BS15

Das dreijährig angelegte Projekt zur Förderung der Bildung nachhaltiger Entwicklung und globalen Lernens basiert auf der Grundlage des Orientierungsrahmens. Ziel ist es an der BS15 mit dem Abschluss des Umsetzungsprojektes 2017 die berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen relevanten Themenfeldern in den Schulalltag einzuarbeiten. Es werden somit die Schülerinnen und Schüler über die Schlüsselkompetenzen verfügen um sich mit den komplexen Fragestellungen globaler Entwicklung auseinanderzusetzen und sich in diesem Zusammenhang der eigenen Verantwortung bewusst werden.

Diese Implementierung in die Berufsbildung des Dualen Systems ist auch die Voraussetzung dafür, Aspekte der Nachhaltigkeit auch in den Betrieben praktisch umzusetzen.

Weiter Informationen zu dem Thema finden Sie hier.