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Rollstuhlbasketball macht Schule

In dem Fach Gesundheit und Bewegung fand im Rahmen des DRS-Projektes „Rollstuhlbasketball macht Schule“ ein etwas anderer Unterricht an der BS15 statt. Einen Schultag lang stand Rollstuhlbasketball im Mittelpunkt.

Unter dem Motto „Bewegung verbindet“ betreibt der Deutsche Rollstuhl-Sportverband in Kooperation mit dem BG Klinikum Hamburg und der Behörde für Schule und Berufsbildung seit 2008 das Projekt „Rollstuhlbasketball macht Schule“ regional für Hamburg.

Neue Erfahrungen, schnelle Erfolgserlebnisse, und vor allem aber Neugier und Freude am gemeinsamen Ausprobieren und dem Spiel mit dem Basketball – aber einmal anders!

Nach einer kurzen Einführung von Nadja Hoche (Gesundheit & Bewegung) und einer Einweisung von Peter Richarz (Nationaltrainer U23) und Kai Möller geht es los – reinsetzen und losfahren. Einige fahren schnell in rasanten Kurven, bremsen und drehen auf der Stelle. Andere sind dankbar für die Tipps von Kai Möller, der selbst seit Jahren im Rollstuhl sitzt und auf seine Qualifikation für die Olympiade hinarbeitet.

Dann kommt der Basketball ins Spiel uns es beginnt das Ausprobieren. Passen geht noch, Dribbeln ist schon schwieriger, das Werfen aus dem Korb ist ungewohnt. Mehr Kraft aus den Armen, rechtzeitiges Abstoppen aus dem Rollen – und dann ist da noch ein Verteidiger, der einem in den Weg fährt, der den eigenen Rollstuhl blockiert. Spätestens jetzt ist klar, dass Basketball im Rollstuhl eine ganz neue Herausforderung ist und das Rollstühle neben dem Fortbewegungsmittel für Menschen mit Handicap auch super Sportgeräte sind.

Drei Ausbildungsklassen zur Medizinische Fachangestellte haben gemeinsam mit behinderten SchülerInnen der Elbewerkstätten Erfahrung mit dem Rollstuhlsport gesammelt. Die Perspektive wechseln, die Situation des anderen praktisch erfahren, das fördert zunächst das Verständnis für die Menschen mit einer Bewegungseinschränkung. Schnell wird klar, dass man trotzdem oder vielleicht gerade jetzt gemeinsam Sport treiben kann, dass jeder Rollstuhl fahren kann, Menschen mit unterschiedlicher Bewegungseinschränkung, aber eben auch „Fußgänger“, wie sie von den „Rollis“ genannt werden. Hier beginnt die Inklusion.